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Hartmut Schulze - wo wären wir Radiomacher ohne ihn?

HartmutBegonnen hat es in der Neustädter Gaststätte „Zum Moorkrug“. Einige Menschen saßen zusammen und hatten die Idee, für Neustadt am Rübenberge einen Radiosender zu installieren. Vereinsgründung und Eintragung in das Vereinsregister waren erledigt. Da stieß Hartmut Schulze zu dem Verein. „Ich wollte nur mal gucken, was ihr hier so macht“. Aus dem "Gucken" wurde wenig später ein sehr aktives Vereinsmitglied. Der erste Lizenzantrag wurde 1995 durch die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) abgelehnt. Einige Vereinsmitglieder steckten die Köpfe in den Sand, andere suchten nach Alternativen. Und fanden sie im damaligen Kreiskrankenhaus Neustadt. Doch bis zur Aufnahme des Sendebetriebs für den Krankenhausfunk, das Rübenbergradio, war es noch ein langer Weg.

Lange verlassene und heruntergekommene Räume wurden unter hohem finanziellem Aufwand und größtem körperlichen Einsatz nutzbar gemacht. Für die Sendetechnik wurden mehrer Kilometer Kabel verlegt. Dazu musste ein 600 Meter langer Kabelschacht mit einem Minibagger und per Muskelkraft ausgehoben werden. Immer mit dabei Hartmut Schulze. Was damals noch niemand wusste, er war schwer krank. Das hat man ihm aber nicht angemerkt. Immer zugepackt und geschufftet. „Zum Ausruhen habe ich noch Zeit genug“. Dann ging es los – Sendestart des Rübenberg Radio. Hartmut war inzwischen stellvertretender Vorsitzender, vertrat den Verein in der Öffentlichkeit und organisierte Studiogäste. Das Radio und der Verein war für ihn wie eine zweite Familie. Soviel Energie und Herzblut wie er, investierte kaum ein anderer in den Verein und den Sender. Ein Highlight seine Schaffens eine Sendung mit zwei sehr guten Freunden, die sich lange, sehr lange nicht mehr gesehen hatten. Mehr als 10 Jahre. Hartmuts Freund und Kollege Henning Lühr moderierte eine live Sendung mit dem Musiker Billy Mo. während einer Moderation ging die Tür auf und Billy Mo's alter Freund Charly Neumann stand in der Tür. Sprachlosigkeit und Tränen – live on Air. Inzwischen waren aus dem damailigen Vorsitzenden Henning Lühr und Hartmut Schulze Freunde, sehr gute Freunde geworden. Ein unzertrennliches Team dem auch nachgesagt wurde, zwischen beide würde kein Blatt passen.

Was dann folgte, neben dem Krankenhausfunk, waren zähe und mühsame Verhandlungen um eine Belegung eines sogenannten offenen Sendplatzes (OS), mit „Radio Flora“, dem Bürgersender der Stadt Hannover. Federführend war es Hartmut Schulze zu verdanken, dass wir ab 1996 auf einem (OS) senden konnten. 2007 wurde der Lizenzvertrag von Radio Flora nicht verlängert. Unsere Chance – natürlich war der Verein Lokalradio Neustadt e.V. nicht der einzige Bewerber. Es fanden viele, viele Kooperationsverhandlungen statt. Immer mit dabei, immer seine ehrliche Meinung gesagt hat Hartmut. Tage und Nächte wurde beraten, geschrieben und gestritten, bis es zu einer Kooperation zwischen dem Radio Team Niedersachen (RTN) um Andreas Kuhnt, dem Förderverein Bürgerradio Hannover (FBH) und Lokalradio Neustadt e.V. kam.
Für unser neues Vorhaben wurden die Räume im Krankenhaus zu klein und das Alter der Räume machte sich inziwschen auch bemerkbar. Hartmut verhandelt- und organisierte schließlich neue Räume mitten im Zentrum Neustadts. Allerdings mussten auch diese für unsere Zwecke hergerichtet werden. Unterstützung gab es von der VHS. Und wer hats organisiert? Hartmut Schulze
Weitere Tage und Nächte vergingen bis der Lizenzvertrag ausgearbeitet war. Immer dabei Hartmut. Kaum einer bemerkte, dass es Hartmut immer schlechter ging. Er hat uns das auch nicht leicht gemacht, denn egal wie es ihm ging – er hat immer gelächelt und hatte eine fast schon penetrante positive Ausstrahlung. Obwohl er wusste, seine Krankheit ist unheilbar. Am 6.11.2008 war es dann soweit – die drei Bewerber erhielten die Sendelizenz für die Rundfunkgesellschaft 106.5 gGmbh. Gefeiert wurde nur kurz denn bis zum Sendestart im Juni 2009 war noch viel zu tun. Immer dabei – Hartmut Schulze … Den Sendestart hat Hartmut hier nicht mehr erlebt. Er starb am 17. April – wenige Wochen vor dem Sendestart von „seinem“ radio leinehertz 106.5.

© by Henning Lühr

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